Jahrbuch 2006-2007
56 Schule Liebe Abiturienten, liebes Kollegium, Erzieher und Mitarbeiter, liebe Leitung, liebe Eltern und Gäste, „Die Leichtigkeit des Seins“ – das könnte als Schlagwort für unseren Jahrgang dienen. Ich möchte Ihnen aber kurz zeigen, dass doch mehr dahinter steckt. Es ist wieder mal soweit und ein Jahrgang verlässt erfolgreich die behütenden Arme Neu- beuerns in die weite Welt. Wir stehen nun alle hier und nehmen unser Abiturzeugnis entge- gen. Wir haben das erreicht, worauf wir 13 Jah- re oder auch für manche etwas länger oder auch kürzer, hingearbeitet haben. Doch so glücklich, wie wir alle dachten, sind wir dann doch nicht ganz, denn jetzt heißt es Abschied nehmen. Ab- schied nehmen von einer Zeit, die so prägend war und von der, ich glaube, ich auch behaup- ten kann, dass diese Zeit in Neubeuern für die meisten von uns die bisher beste Zeit unseres Lebens war. Von schulischen Dingen abgesehen haben wir viele Erfahrungen gesammelt. Der Umgang mit den verschiedensten Menschen, die man sich nur vorstellen kann. Unsere Klasse spiegelt eigentlich fast jedenTyp von Menschen wider und jeder einzelne ist etwas Besonderes und hat seinen Platz in unserer Gemeinschaft gefunden. Doch jetzt werden wir alle getrennt und müssen unseren eigenen Weg gehen. Wir wurden hier von Lehrern, Erziehern und auch von unserer Leitung auf dieses Leben nach der Schulzeit vorbereitet. Dabei wurden wir manch- mal in Watte gepackt, an einem anderen Zeit- punkt ins kalte Wasser geworfen. Doch nur so haben wir gelernt in der Gesellschaft zu beste- hen und zu einem Teil dieser zu werden. Dafür möchte ich mich im Namen aller bedanken. Jeder von uns weiß, dass Freunde kommen und gehen. Denn auch das hat man in Neubeu- ern gelernt, denn nicht nur oft wechselten die Klassenmitglieder, auch die Leitung wechselte ein paar Mal. Doch gerade in den letzten zwei Jahren, in der Kollegstufe, sind wir so sehr aneinander gewachsen und haben so viel mit- einander erlebt, sowohl Positives als auch Ne- gatives, dass es besonders schwer fällt sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass jetzt ein Leben beginnt außerhalb der gewohnten Um- gebung und der gewohnten Menschen. Auch in den letzten Jahren haben wir schon einige Mit- schüler auf demWeg zum Abitur verloren, aber der Kontakt besteht noch immer, denn auch sie sind noch ein Teil von unserer Klasse. Genau dies ist es, was Neubeuern für mich so beson- ders macht: es verbindet. Nicht allein uns 17 Ab- iturienten untereinander verbindet es, sondern es verbindet uns 17 Abiturienten auch mit allen anderen, die auf Neubeuern sind oder waren. Dank Neubeuern konnten wir die Grundsteine für unser weiteres Leben setzten, auf denen wir jetzt sicher bauen können. In diesem Sinne
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