Jahrbuch 2015-2016
195 Internat Am Sonntag, den 21. Februar machten sich zahlreiche SchülerInnen in Begleitung von Frau Plitz , Frau Neubert und Frau Kowal auf den Weg nach Schwangau. Das Wetter meinte es gut mit uns, denn trotz der Kälte strahlte die Sonne den ganzenTag am wolkenlosen Himmel und blieb uns treu. Bereits die Busfahrt war sehr informativ, denn unser Busfahrer war der gebo- rene Reiseführer. Zu jedem Streckenabschnitt wusste er was zu erzählen. Z.B. passierten wir die romantische Straße, welche die älteste und beliebteste Ferienstraße Deutschlands ist. Mit ihren 413 km erstreckt sie sich von Würzburg bis nach Füssen. Am Main beginnt die roman- tische Straße und führt vom Westen Frankens direkt ins bayerische Schwaben. Über ein Stück oberbayerisches Gebiet gelangt man sogar bis zum Alpenrand im Ostallgäu und wieder ins Re- gierungsbezirk Schwaben. Nach einer ca. 2,5 stündigen Busfahrt sind wir am großen Busparkplatz in Schwangau an- gekommen und haben uns die Eintrittskarten besorgt. Nun mussten alle noch den wunder- schönen aber auch steilen Schlossberg hoch- wandern, welcher ca. 1,5 km lang ist. Da dieser aber eine erhebliche Steigerung hat, brauchten wir ca. 1 Stunde, bis alle oben waren. Wir be- obachteten, dass mancheTouristen den Pendel- bus oder die Pferdekutsche nutzen, um hochzu- kommen und waren ganz schön neidisch! Oben angekommen, war die Aussicht wun- derschön und eine richtige Belohnung für die anstrengende Wanderung. Allzulange konnten wir den herrlichen Blick auf das Schloss und ins Tal nicht genießen, denn zahlreiche Touristen drängten sich mit uns zur bevorstehenden Füh- rung. Die Spannung stieg und wir fragten uns, wie es wohl in dem bereits von außen wunder- schönen Schloss aussieht und was wir alles an interessanten Informationen bei der Führung erhalten. Die ca. 30 Minütige Führung verging wie im Flug und liebend gern wäre der ein oder andere länger im Schloss verweilt. Wir erfuhren z.B., dass das Schloss ab 1869 für den bayerischen König Ludwig den II errichtet wurde, welcher die idealisierte Vorstellung einer Ritterburg im Mittelalter in sich trug und diese realisieren wollte. 1868 schrieb er einen Brief an den von ihm hoch verehrten Richard Wagner und be- richtete ihm detailliert davon, wie sein Traum- schloss aussehen soll. Leider lebte der König selbst nur wenige Monate im Schloss und starb 1886 noch vor der Fertigstellung der Anlage. Auch nach der Besichtigung strahlte die Son- ne am Himmel, und alle genossen noch ein letz- tes Mal den herrlichen Ausblick. DieWanderung nach unten ging diesmal wesentlich schneller, und so machten wir uns pünktlich wieder auf den Heimweg. Einige hielten auf der Rückfahrt ein Schläfchen, so ein toller Schlossbesuch ist sicherlich einen süßen Traum wert! Angelika Kowal Neuschwanstein Füssen 21. Februar 2016
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